Bericht
Der RTAA aus Sicht einer Patientin

Welche Erfahrungen haben eigentlich Patienten mit dem Return to Activity Algorithmus (RTAA®)? Wir haben mal nachgefragt - Kim gibt euch einen Einblick in ihren Therapieverlauf und beschreibt, wie ihr dabei der RTAA geholfen hat.


Patientin Kim

Verletzungsbefund: Vordere Kreuzbandruptur links und Anriss des linken Innenbands während eines Ski-Trainingrennens

Therapiestatus: 1 Jahr nach Kreuzband-OP


Hallo Kim, vielen Dank für deine Zeit und vor allem, dass du deine Eindrücke zum RTAA Untere Extremität aus Patientensicht schilderst. Wie war die Therapie mit dem Return to Activity Algorithmus für dich als Patient?

Nach dem Kreuzbandriss hat mich der RTAA begeistert, da sehr strukturiert festgestellt werden konnte, wie die Funktionen meines Knies sind. Es gab keine pauschale Aussage wie „nach 4 Monaten darfst du wieder Joggen“, sondern es konnte ein individuelles Reha-Programm für mich zusammengestellt werden. Das gab mir von Anfang an Sicherheit und Vertrauen.

Wann hast du mit dem RTAA begonnen und was ist dein derzeitiger Therapiestand?

Ich habe zwei Wochen nach dem Skiunfall und vier Wochen vor der Operation mit dem RTAA begonnen. Dadurch war mein Knie zum OP-Termin bereits sehr stabil. Aufgrund der starken Schmerzen dauerte es nach der OP einige Wochen bis ich mit dem Training wieder einsteigen konnte. Jetzt, ein Jahr nach der Operation, habe ich die Tests vom RTAA bestanden, jedoch ist meine Bewegungsqualität noch ausbaufähig. 

Hat der RTAA deine Motivation in deinem Therapieverlauf beeinflusst?

Ja, mich hat der RTAA sehr motiviert, da er mir meinen Weg in der Reha gezeigt hat und ich immer wusste, was das nächste Ziel ist, z.B. kleine Sprünge. Dies war ein Ansporn mehr zu trainieren. Wenn ich das nächste Level im RTAA bestanden hatte, war das für mich auch eine Art Bestätigung, dass sich das viele Training und Üben ausgezahlt hat – und das hat mich schließlich umso mehr motiviert!

Wie hat dir der RTAA zum Wiedereinstieg in die Aktivität geholfen?   

Durch den RTAA habe ich Sicherheit und Vertrauen in mein Knie bekommen, sodass er mir auch mental geholfen hat. Anhand der Tests wusste ich, dass mein Knie hohe Belastungen aushält und stabil ist. So konnte ich wieder ohne jegliche Verletzungsängste und selbstbewusst in mein Training einsteigen.  

Wie lautet Deine RTAA Lieblingsübung? 

Da ich Handballerin bin, mochte ich alle Variationen von Sprüngen sehr gerne, da ich dadurch meinem Sport wieder nähergekommen bin. Zum Kraftaufbau waren für mich einbeinige Kniebeugen mit am effektivsten. 

Danke Kim für Deine genauen Schilderungen! Brennt Dir noch etwas auf der Seele, das Du abschließend unseren Leser mitteilen möchtest? :-)

Sehr gerne! Ich möchte noch hinzufügen, dass ich mich freuen würde, wenn der RTAA vielen Breitensportlern zur Verfügung steht. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass der RTAA ein wichtiger Bestandteil einer strukturierten Reha für einen Wiedereinstieg in den Sport ist. Ich konnte durch den RTAA meine Motivation, Sicherheit und Vertrauen in meinen Körper wiedererlangen.


Das Interview führte Sophia Schmalzgruber

Hinweis: Interviewpartnerin Kim Nibbe absolviert gerade ein Praktikum beim OSINSTITUT.