Geschichte

Seit 2017: Wachsendes Netzwerk und Internationalisierung

Auch der Algorithmus für die obere Extremität entwickelte sich stetig weiter: Mitte 2017 erfolgte schließlich die Veröffentlichung des RTAA® für die obere Extremität beim Thieme Verlag in der Fachzeitschrift „manuelletherapie“.

Auch im Bereich der Seminare zeichnet sich eine permanente Entwicklung ab. Um die Seminarteilnehmer im Raum Deutschland und nahen Ausland zu erreichen, wurde seit der Gründung des OSINSTITUTS die Zahl der Seminarstandorte stetig vergrößert.

Eines der Ziele bei der Gründung des OSINSTITUTS war, ein Netzwerk aus Experten für den fachlichen Austausch zu generieren. Mit der Einführung des heutigen Seminarsystems 2013 und der Ausbildung unserer OSCOACHES, die Absolventen des OS Seminarsystems, wurden die Grundsteine für dieses Netzwerk gelegt. Im Jahr 2018 zählt das OSINSTITUT mittlerweile über 200 OSCOACHES, die sich auf Städte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Luxemburg verteilen.

2013-2016: Gründung des OSINSTITUT Bewegung für Orthopädie und Sportmedizin und der Return to Activity Algorithmus (RTAA®)

Um die Seminare künftig unter noch professionelleren Bedingungen durchführen zu können, gründeten Matthias Keller und Oliver Schmidtlein Anfang 2013 das OSINSTITUT Bewegung für Orthopädie und Sportmedizin. Neben den Seminaren bilden Forschung und Beratung die drei Säulen des Instituts.

Um die Fortbildung in den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Athletiktraining weiter auszubauen, wurde das OS Seminarsystem entwickelt. Dieses besteht aus den Modulen „Prehab“, „Rehab“ und „Athletic“ und richtet sich insbesondere an Einrichtungen und Personen, die sich auf die Betreuung und Behandlung von Sportlern und aktiven Menschen spezialisieren und ihr Wissen vertiefen wollen.

Schon im ersten Jahr der Institutsgründung stieß dieses Konzept auf große Resonanz in der Welt des Leistungssports. Auf Anfrage von Bernhard Peters, Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung beim TSG Hoffenheim, fand 2013 die erste Inhouseschulung bei einem Fußballbundesligisten statt.

Mit der Gründung des OSINSTITUTs entwickelten sich auch die Forschungsprojekte des Instituts weiter. Im Jahr 2014 stellten Matthias Keller und Oliver Schmidtlein der Öffentlichkeit den „Return to Activity Algorithmus“ (RTAA®) für die untere Extremität in seiner heutigen Form vor (1. Münchner Symposium Zurück zum Sport; München). In den nächsten Jahren folgten zahlreiche Beiträge auf Kongressen und Symposien zum Thema „Return to Activity“ nach Verletzungen an der unteren und oberen Extremität. 2016 wurde der RTAA® für die untere Extremität in „Sportverletzung Sportschaden“ des Thieme Verlags veröffentlicht.

Im August 2014 nahmen Eduard Kurz und Matthias Keller am Konsensus-Workshop der VBG zum Thema „Return to Sport“ in Köln teil und konnten mit zwei Vorträgen einen Beitrag zur Konsensbildung im deutschsprachigen Raum liefern.

Der „Return to Activity Algorithmus“ für die untere Extremität wird in der Praxis und bei mehreren Bundesligavereinen bereits im Bereich Pre-Injury Screening und Rehabilitation eingesetzt. Matthias Keller ist dabei in beratender Funktion im Leistungssport tätig und führt zusammen mit den Vereinen Workshops und Messungen durch, um präventive Strategien zu erarbeiten.

2011-2012: Weiterentwicklung der Seminarinhalte und erste Forschungsprojekte

Mit der Sportschule Oberhaching hatten die Seminare ab 2011 ein neues Zuhause gefunden. Bereits in den 1990er Jahren konnte Oliver Schmidtlein in dieser Sportanlage im Team von Hans Jürgen Montag wertvolle Erfahrungen mit Patienten aus fast allen Sportarten sammeln. Auch Matthias Keller war mehrfach zu Gast in der Sportschule Oberhaching. Von 2000-2002 absolvierte er dort die Ausbildung zum DFB-Lizenztrainer und unterrichtete anschließend als Honorarlehrer für den Bayerischen Fußballverband im Bereich Sportmedizin.

Aufgrund des Bedarfs an weiterführenden Seminaren im Bereich der Rehabilitation fand im November 2011 erstmals das Seminar „OS Functional Rehab“ statt. Thematischer Schwerpunkt war damals die Rehabilitation der unteren und oberen Extremität.

Ab 2012 verstärkte Eduard Kurz als Dozent und „wissenschaftliches Gewissen“ das Team um Oliver Schmidtlein und Matthias Keller. Gemeinsam entwickeln sie seither die bestehenden Seminarinhalte fort.

Im selben Jahr veröffentlichte die Arbeitsgruppe Oliver Schmidtlein, Matthias Keller und Eduard Kurz ihre ersten wissenschaftlichen Beiträge zum Thema „Return to Activity“ und „FMS-Werte bei Bundesligafußballern“ beim „Knorpelkurs“ der TU München sowie beim Weltfußballkongress in Belgien. Damit wurde die Basis für den Bereich Forschung im Institut gelegt.