Zahlen

Verletzungen im Wintersport

Wintersport, wie Skifahren oder Snowboarden, erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, doch es birgt auch ein großes Verletzungsrisiko. Wir stellen aktuelle Zahlen des Unfall- & Verletzungsrisikos im alpinen Skisport vor und erklären, wie Sportler auf das breite Anforderungsprofil vorbereitet werden können.

So ganz weiß das Wetter aktuell nicht, was es möchte – Schneechaos am einen und frühlingshafte Temperaturen am nächsten Tag. Aber kaum fallen die ersten Flocken, zieht es immer mehr Menschen in die Berge – Skifahren, Snowboarden, Rodeln.

Skifahren – ein beliebtes Hobby

Laut einer Datenerhebung von Statista betrieben im Jahr 2025 rund 1,09 Millionen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre in ihrer Freizeit häufig Ski-Abfahrtslauf. Auch der Deutsche Skiverband verzeichnete im vergangenen Jahr mit insgesamt ca. 518.000 Mitgliedern einen deutlichen Anstieg an Anmeldungen.

Winter-(Alb-)Traum?

Doch auch der vermeintliche Wintertraum hat seine Schattenseiten. Die Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU Ski) der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG gibt jährlich eine Analyse von Unfall- und Verletzungsdaten im alpinen Skisport heraus. So dokumentierten sie auch in der Saison 2024/2025 einen erneuten Anstieg an Unfällen: Insgesamt mussten zwischen 51.000 – 53.000 Personen ärztlich versorgt werden. Damit entsprechen die Daten in etwa wieder dem Niveau vor der Corona-Pandemie, in der teilweise kein kommerzieller Ski-Alpin-Lauf möglich war. Ungefähr 8.400 – 8.600 Patient:innen wurden sogar stationär aufgenommen. Ca. 21% der Verletzten kollidierten zuvor mit anderen Skifahrer:innen.

Knieverletzungen auf Platz 1

Die ASU differenzierte bei den Verletzungen außerdem nach betroffener Körperregion. Der Großteil der Erwachsenen (≥ 15 Jahre) zog sich eine Knieverletzung (27,1%) zu, gefolgt von Schulter- (18,6%) sowie Hüft- & Oberschenkelverletzungen (11,1%). Vor allem Frauen sind besonders häufig von Knieverletzungen betroffen (37,3%). Zudem zeigte sich bei den Skifahrerinnen auch ein deutlicher Anstieg an Verletzungen des Rumpfes, von etwa 3,6%(Saison 2023/2024) auf 7,1%.  Bei Männern wiederum bleibt die Schulter mit 23,0% die am üblichsten betroffene Körperregion.

Screening als Saisonvorbereitung

Neben Zahlen zu Unfall- und Verletzungsdaten spricht die ASU auch eine klare Empfehlung zur Prävention aus, um einen weiteren Anstieg zu vermeiden. Um Potentiale im Bewegungsapparat zu identifizieren, bietet sich ein Pre-Season Screening an. Der von uns entwickelte PREHAB SCREEN® kann dabei unterstützen, Sportler:innen im präventiven Training zu unterstützen und entsprechende Trainingspläne zu erstellen, mit dem Ziel, grundlegenden Bewegungsmuster mit gezielten Übungen effektiv zu verbessern. Der PREHAB SCREEN® ist Teil unserer Ausbildung zum OSCOACH ortho & sports expert. Mehr Informationen zur Ausbildung, den Terminen und der Anmeldung findest du hier.


Quellen:

Ski-Abfahrtslauf betreiben - Häufigkeit in der Freizeit in Deutschland 2025| Statista

Mitglieder deutscher Wintersportverbände 2025| Statista

ASU Unfallstatistik 2024/2025 - DSV aktiv