Für die Praxis
Übung des Monats: Katze – Kuh (Cat-Cow)

Die Übung Katze-Kuh ist eine aus dem Yoga bekannte Übung. Sie dient der Schulung von Körperwahrnehmung und der Mobilisation der Wirbelsäule. Hier gibt es alle Infos zur richtigen Ausführung.

Katze und Kuh beschreiben zwei Positionen im Vierfüßlerstand. Die Katze ist dabei der im Volksmund bekannte „Katzenbuckel“, die Wirbelsäule ist also in einer Flexion, die Kuh beschreibt die entgegengesetzte Position, die Wirbelsäule ist also in Extension.
Bei der Übung Katze-Kuh werden beide Positionen im Wechsel eingenommen und so die Wirbelsäule mobilisiert. Die Übung Katze-Kuh eignet sich im Rahmen eines Warm-Up oder Cool-Down. In der physiotherapeutischen Praxis eignet sich die Übung sehr gut als eine erste Wahrnehmungsübung für Rückenpatient:innen mit Defiziten in der motorischen Kontrolle.



Katze-Kuh Ausgangsstellung

  • Vierfüßlerstand
  • Hände schulterbreit platziert, die Fingerspitzen zeigen nach vorne
  • Knie unterhalb der Hüftgelenke
  • Die Fußrücken zeigen nach unten


Katze-Kuh Ausführung

  • Die Wirbelsäule „Wirbel für Wirbel“ vom Kopf zum Becken rund machen
  • Anschließend vom Becken zum Kopf wieder strecken bis in eine vollständige Extension
  • Bei beiden Bewegungen immer den subjektiv maximalen Bewegungsradius nutzen
  • Bei beiden Bewegungsrichtungen die Schulterblätter aktiv mitbewegen
  • Arme und Oberschenkel bewegen sich nicht


Coaching Cue: Für die Schulung der Wahrnehmung den/die Patient:in explizit anweisen, jeden Wirbel und seine Bewegung zu spüren.

Kann ein:e Patient:in etwa nach einer Operation oder Verletzung bestimmte Teile der Wirbelsäule nicht bewegen, kann die Übung dennoch mit den anderen Segmenten ausgeführt werden.

Variation: Start der Bewegung vom Becken aus.

Text: Nils Borgstedt, Denis Overlöper

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